Die Cologne Falcons II haben bei ihren zwei letzten Spielen vor der Sommerpause einen Sieg und eine Niederlage eingefahren. Obwohl beide Spiele mit einem knappen Ergebnis zu Ende gingen, hätten sie unterschiedlicher nicht sein können.
Das erste der beiden Auswärtsspiele fand in Münster bei sengender Hitze statt. Im Vorfeld war sogar versucht worden die Partie auf Grund der zu erwartenden Rekordtemperaturen zu verlegen, aber dies war so kurzfristig nicht mehr möglich. Das die Partie ein richtig heißer Tanz wurde ist aber nicht nur auf die gefühlten 40 Grad auf dem Spielfeld zurückzuführen.
Direkt im ersten Drive führte Quarterback Jens Kriete die Kölner Offense bis an die Drei-Yard-Linie der Gastgeber. Sehenswert dabei vor allem ein Quarterback-Sneak, bei dem der Spielführer der Falcons fast die gesamte Verteidigung der Mammuts austanzte und erst nach 50 Yards gestoppt werden konnte. Doch bei dem Versuch die letzten drei Yards ebenfalls mit einem Lauf zu überbrücken, verlor Jens Kriete den Ball und die Münsteraner konnten den Fumble an der eigenen Fünf-Yard-Linie sichern. Nun war die Kölner Verteidigung gefordert. Sie war von den Coaches bestens auf das Angriffsspiel der Mammuts eingestellt und machte dort weiter, wo sie gegen die Düsseldorf Bulldozer aufgehört hatten. Sie hielten die Angriffsbemühungen der Gegner in Schach. Auch wenn sie ein ums andere Mal in Richtung eigene Endzone gedrängt wurden, so gelang es ihnen immer wieder die Mammuts zu stoppen und die eigene Offense ins Spiel zu bringen. Unter anderem einmal an der eigenen Fünf-Yard-Linie, als sich die Münsteraner dafür entschieden den vierten Versuch, bei drei fehlenden Yards zum First Down, auszuspielen. Erwähnenswert dabei vor allem die gute Zusammenarbeit zwischen der Defensive Line und den Linebackern, die das Laufspiel der Mammuts oft schon im Backfield unterbanden. Gegen eben dieses Laufspiel war vor allem Teamwork gefragt. Denn mit ihren Runningbacks, die auch durchaus O-Line spielen könnten, rannten die Mammuts immer wieder gegen die Falcons an. Um diese Schwergewichte zu stoppen bedurfte es oft gleich mehrere Falken beim Tackeln.
Im Laufe des Spiels fand die Offense der Kölner besser ins Spiel und war auch für die ersten Punkte in der Partie zuständig. QB Jens Kriete bediente WR Sebastian Berlingen und der lief über knappe 40 Yards der Verteidigung davon. Da der Extrapunkt sicher verwandelt wurde stand es 7:0. Nach einem Abspracheproblem in der Defense gelang es den Mammuts auf 6:7 zu verkürzen, doch die Two Point Conversion, welche die Gastgeber versuchten, wurde kurz vor der Endzone gestoppt und so blieben die Falcons in Führung. Die Chance diese weiter auszubauen wurde leider auf Grund einer Strafe vertan. Die komplette Kölner Seitenlinie war schon am feiern als Felix Hunger einen Pass in der gegnerischen Endzone fing, doch die Schiedsrichter hatten zu Recht eine Offense - Passbehinderung gesehen. So wurde es am Ende noch einmal spannend, denn die Mammuts kamen in Ballbesitz und brauchten nur noch ein Fieldgoal um die Partie zu gewinnen. Doch Cornerback Felix Scholz fing seine zweite Interception an diesem Tag und die Kölner konnten abknien und ihren ersten Saisonsieg feiern.
Ein Sieg der vor allem auf die gute Teamarbeit zurückzuführen war, wie Head Coach Frank Seemann im Abschluss-Huddle der Partie betonte. Vor allem die Jugendspieler, die jetzt für die Mannschaft spielten, seien im Team angekommen und eine wahre Verstärkung. Zwar wären hier und dort noch Schwächen und Abstimmungsproblem zu sehen, aber mit gutem Training sollte der Aufwärtstrend der Falcons II in den nächsten Spielen weitergehen.
Das Training nutzen die Kölner gut, um an ihrem Spiel zu arbeiten und die Kaderstärke von 38 Spielern beim Spiel in Gelsenkirchen schien daraufhin zuweisen, dass sie als Team gestärkt waren. Doch irgendwie wollte der Funke vom Münsterspiel nicht so richtig überspringen. Am Ende verloren die Falcons knapp mit 22:20, (8:6 Halbzeitstand) gegen die Devils. Drei Touchdown Pässe von Jens Kriete sollten nicht ausreichen, denn obwohl die Kölner Defense den Angriff der Gastgeber in Griff zu haben schien, unterlief ihr immer wieder schwerwiegende Fehler. Das Zusammenspiel, das eine Woche zuvor eine Stärke war, schien nicht mehr zu existieren. So gelang es den Gelsenkirchenern ebenfalls dreimal in die Kölner Endzone zu gelangen und mit zwei erfolgreichen Two Point Conversions sicherten sie sich den Sieg. Die Aufholjagd der Kölner war zwar anfangs erfolgreich, begann aber zu spät. Und nach einem missglückten Onside Kick bei verbleibenden 21 Sekunden waren es dieses Mal nicht die Falcons, die abknien konnten. Im Schluss-Huddle fand Frank Seemann dann auch harte Worte, was das Auftreten des Teams als eben solches anging. Doch die gesamte Coaching Crew ist sich einig, dass sich vieles verbessert hat und an den Schwächen in der Sommerpause gearbeitet werden kann.
Die spielfreien Wochen sollen genutzt werden um weiter als Mannschaft zusammen zuwachsen und schlagkräftig genug zu werden um die verbleibenden vier Partien als Team zu gewinnen. Ihr nächstes Spiel bestreiten die Domstädter am 4. September und empfangen in der Kölner Ostkampfbahn den Spitzenreiter Solingen Paladins.























