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Falcons 2 auf großer Fahrt

Am vergangenen Samstag stand für die 2017 neugegründete 2. Mannschaft der Cologne Falcons der dritte Test. Die Mannschaft trat den langen Weg nach Lippe an, um gegen die dort ebenfalls neu gegründeten Kachtenhausen White Hawks ein Scrimmage zu absolvieren.

Die Gastgeber hatten im Vorfeld ordentlich die Werbetrommel gerührt und so erwartete die knapp 40 Spieler der Falcons nicht nur ein hervorragend organisierter Gameday sondern auch über 600 Zuschauer, die dem schlechten Wetter trotzten und so das Spiel für beide Teams zu einem fantastischen Erlebnis gemacht haben. So manch höherklassiger Verein würde sich über eine solche Kulisse mehr als freuen.

Die Gastgeber gewannen den Cointoss und entschieden sich, den Ball in der ersten Halbzeit zu empfangen. Auch wenn die White Hawks den Ball gut über das Feld bewegen konnten, scheiterten sie dann 30 Yards vor der Endzone an der Defense der Falcons und das Angriffsrecht wechselte. Der Angiff der Falcons kam auf das Feld und scheinbar war der ein oder andere Spieler doch beeindruckt: Kurzum, der erste Drive der Domstädter war zum vergessen. Strafen über Strafen, ein Fumble beim Snap und eine gute Defense der Hausherren sorgten dafür, dass die Offense der Falcons ganz schnell wieder vom Feld war.

In der Folge entwickelte sich ein Spiel, das optimistisch als Defense-Schlacht bezeichnet werden konnte. Beide Teams hatten mit dem Wetter und Platz zu kämpfen, weshalb es beiden Angriffsreihen schwerfiel, in Schwung zu kommen. Einzig den Hausherren gelang es in der ersten Halbzeit, den Weg in die Endzone zu finden. Per langem Pass fand der Kachtenhauser Spielmacher seinen Wide Receiver Jonas Henning, der den Ball in die Kölner Endzone trug. Die anschließende 2-Point-Conversion konnte die Defense der Falcons allerdings verhindern. So ging es mit 6:0 in die Halbzeit. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit mit der Offense teilweise selbst geschlagen“, so das Resümee von Offense Coordinator Batse Buczylowski, „Dinge, die im Training und in den bisherigen Spiel geklappt haben, wurden einfach nicht umgesetzt. Wir haben undiszipliniert gespielt und einfach zu viele Strafen kassiert.“ Headcoach Johannes Jungmann ergänzte: „Unsere Defense hat uns mal wieder im Spiel gehalten. Dieses Mal wollten wir sie dafür auch belohnen.“ Und siehe da, die Mannschaft riss sich zusammen, trotze Gegner und Regen und kam unter der Regie von Quarterback Endrit Juchem immer besser ins Spiel. Schließlich war es Running Back Kyle Cassini, der sich für seine unermüdliche Arbeit selbst belohnte und einen Outside Run 70 Yards in die Endzone der White Hawks tragen konnte. Die anschließende 2-Point-Conversion schlug dank guter Pass-Defense der Hausherren fehl und so stand es 6:6.

Die Defense der Falcons 2 war weiterhin hellwach und konnte Punkte der Hausherren vorerst verhindern. In der Defense führte nicht wie gewohnt Coordinator Sebastian Boekholt Regie, sondern das Falconet-Duo Vivienne Caspari und Maike Schmitt. Die beiden konnten vor allen auf eine starke "Front 7" bauen. So gelang ebendieser Defense in der Mitte des Feldes wieder ein Fumble Recovery, so dass die Offense das Feld betreten durfte.

Nachdem man sich kontinuierlich Richtung Endzone der White Hawks vorgearbeitet hatte, war es Spielmacher Juchem, der nach einem Defense Offside am schnellsten schaltete, den zuvor gefumbelten Snap aufnahm und für 15 Yards in die Endzone trug. Diesmal machten die Falcons es besser und Receiver Axel Rochelmeyer konnte den Pass von Juchem für zwei Punkte fangen. 6:14 aus Sicht der Hausherren. Nach dem Seitenwechsel war es erst wieder die gut aufgelegte Defense der Falcons, die die White Hawks an deren eigenen 20 Yard Linie zu einem Turn Over on Downs zwangen. Diese gute Feldposition konnte die Offense der Gäste ausnutzen. Einen Pass von Endrit Juchem konnte wiederum Axel Rochelmeyer in der Endzone der Gastgeber fangen und so stand es 20:06 für die Falcons.

Aber die Gastgeber waren noch lange nicht fertig. Einen langen Drive konnte schließlich Quarterback Felix Freudenberg mit einem sehenswerten Lauf selbst abschließen. Die 2-Point-Conversion schlug allerdings fehl und so stand es mit unter zwei Minuten Restspielzeit 12:20 aus Sicht der Hausherren. Die Kölner Offense betrat ein letztes Mal das Feld. Würde man in einem Ligaspiel hier wohl abknien, verbietet sich das vor einer solchen Kulisse und bei einem solchen Spiel natürlich. Nach zwei sicheren Laufversuchen der Falcons dann ein kurzer Schock Moment für die Gäste aus der Domstadt. Running Back Cassani fumbelte den Ball an der eigenen 25 Yard Linie. Zum Glück für die Falcons konnte Wide Receiver Eike Wolff den Fumble sichern. Es war die letzte Aktion des Spiels. Nach dem obligatorischen Handshake an der 50-Yard-Linie trafen sich Mannschaften, Cheerleader und Refs noch zu einem gemeinsamen Photo. Die Gastgeber hatten sogar noch eine Überraschung parat. Die siegreiche Mannschaft erhielt einen kleinen Pokal. „Das war eine super Idee und eine tolle Geste“, freute sich Headcoach Jungmann, „wir haben schon vereinbart, dass es 2018 ein Rückspiel geben wird, in dem wir den White Hawks die Gelegenheit geben werden, den Pokal zurück zu gewinnen.“

„In der 2. Halbzeit haben wir uns in der Offense endlich zusammengerissen und ordentlich Football gespielt. Das Team hat gesehen, dass wir scoren können, wenn wir es schaffen, ohne Strafen zu bleiben“, so Running Back-Coach Oliver Trabandt nach Spielende. Die Cologne Falcons bedanken sich bei den Kachtenhausen White Hawks für ein hartes und faires Spiel sowie einen toll organisierten Gameday.

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